Montag, 21. März 2011

Bericht 46

auf dem Weg nach Kärnten

Da ich meine Landkarte verloren hatte kaufte ich mir in einer Tankstelle von Ybbsitz eine neue und machte mich dann weiter auf den Weg in Richtung Kärnten... Ich muss sagen, dass ich erstaunlich gut vorwärts kam und mich oft Autofahrer über ziemlich lange Strecken mitnahmen... So nahm ich mir vor, bis zum Abend in Trieben zu sein, zwar wusste ich nicht was mich dort erwarten würde doch hatte ich ein ziemlich gutes Gefühl, dort das Glück auf meiner Seite zu haben... So nahm mich auf dem letzten Stück, ein Weinhändler die letzten 20km bis nach Trieben mit, wo ich in der Dunkelheit auf einer „Raststation“ ankam... dort fragte ich einige die vorbeikamen ob sie nicht in die Stadt fahren würden und so nahm mich ein junges, ich glaube Ehepaar mit nach Trieben. Wo sie mich zum Gasthof Triebener Hof brachten. Sie meinten, dass ich dort am besten nach einem günstigen Quartier fragen solle...
Was ich dann auch tat, und Glücklicherweise bot mir der Wirt an, mich für eine Nacht zu Beherbergen, wenn ich ihm am nächsten Morgen 10 Kisten Holz ins Haus tragen würde... So bekam ich keine 10 Minuten später noch Reisfleisch zum Abendessen und konnte in einem Super Zimmer schlafen! :-) Sogar mit Badewanne ;-) ich glaube es ist ein halbes Jahr her, dass ich das letzte mal richtig baden konnte... :)
Am nächsten Morgen um 6 Uhr bekam ich dann noch ein Frühstück und machte mich danach darüber meine Vereinbarung zu erfüllen. So brachte ich zusätzlich noch die leeren Flaschen zum Container und füllte die paar Kisten mit Holz, welche ich vors Haus stellte um dann von dort aus weiter zu ziehen...
Leider hatte ich an diesem Morgen nicht so viel Glück wie am Tag zuvor und so lief ich zunächst den Bergpass von Trieben in Richtung Judenburg, nach gut einer Stunde Bergauf hielt eine Frau welche auf dem Weg in ein Dorf kurz vor Judenburg war und mich bis dorthin mitnahm.
So konnte ich mit ihr, bis etwa 10km vor Judenburg mitfahren. Von dort aus nahm mich auch eine nette Frau mit welche mich bis ins Einkaufszentrum hinter Judenburg brachte...
So war gegen Mittag nur noch gut 50 oder 60km von meinem Ziel entfernt und konnte mir von dem Geld welches mir die letzte Fahrerin als verfrühtes Weihnachtsgeschenk in die Tasche steckte eine Kleinigkeit zu Mittagessen kaufen...
Nach dem Essen hatte ich dann nicht mehr so viel Glück wie zuvor so musste ich von hier aus einen kleinen Weg bis nach Zeltweg laufen... auf der etwa 5km langen Strecke spürte ich mein Knie, welches ich mir auf dem Weg von Italien nach Österreich kaputt gemacht hatte, ziemlich stark und ich musste einige male rast machen. Bis ich in einem kleinen Vorort von Zeltweg oder ich glaube schon in Zeltweg ankam...
Da ich die genaue Orientierung etwas aus den Augen verloren hatte, fragte ich in der Ortschaft einen Herrn, welcher gerade bei der Gartenarbeit war, nach dem Weg. Es stellte sich heraus, das dieser Künstler ist und selbst ein schmiedet. So hatte ich hier erst mal ein kurzes Gespräch, welches nach dem ersten Bier, dass er mir anbot, länger wurde...
Manfred, erklärte mir, dass er evtl. jemanden in einer nahegelegen Spedition wüsse, der nach Wolfsberg fahren würde oder er einmal sehn müsste wie ich die letzten Kilometer dort hin zurücklegen könne... Als ein Freund von ihm dazu kam riefen beide viele Leute für mich an, aber leider bekamen sie nur Absagen...
So hatten wir den Plan, dass sie mich an eine Tankstelle bringen würden und ich dort mein Glück versuchen werde... und wenn dies nicht klappen sollte mich der Kumpel von Manfred am Abend ein Stück in Richtung Wolfsberg fahren würde...
So stand ich hier einige Zeit an der Tankstelle und fragte jeden ob er den nicht in Richtung Wolfsberg fahren würde... doch bekam ich jedes mal ein nein oder leider nicht zu hören...
Als ich mich selbst dazu entschlossen hatte, noch 20 Autos abzuwarten um mich dann zu Fuß auf den Weg in die Müllersschmiede zu machen, kam ein LKW Fahrer zu mir, welcher mir erklärte das er doch kurzfristig einen anderen Weg fahren müsse und mich doch mitnehmen könne...

So kam ich eine gute dreiviertel Stunde später in Frantschach vor der Schmiede an...
Doch das ist eine andere Geschichte... Die ihr beim nächsten mal lesen könnt!
Ich hoffe euch hat der Bericht gefallen?

Viele Grüße an Alle!
Stück davon
Euer Peter


1 Kommentar:

  1. Ich les deine Beiträge immer gern ;)
    Und schön zu wissen, dass es noch sowas wie Hilfsbereitschaft und Gastfreundschaft gibt, merkt man im Alltag oft nicht mehr viel von.

    Mfg

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